Tesla meldet neue Batteriezell-Chemie zum Patent an

2. January 2020
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2. January 2020 ecokontor

Tesla meldet neue Batteriezell-Chemie zum Patent an

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Tesla hat unter dem Titel „Dioxazolones and nitrile sulfites as electrolyte additives for lithium-ion batteries“ ein neues Patent für eine verbesserte Batteriezellen-Chemie eingereicht. Diese soll die Leistung und Lebensdauer der Batterien steigern und zudem die Kosten senken.

Die neue Entwicklung geht auf Jeff Dahn und sein kanadisches Labor, das für Tesla Batterieforschung betreibt, zurück. In der folglich von der Tochtergesellschaft Tesla Motors Canada eingereichten Patentschrift heißt es, dass die neuartigen Batteriesysteme mit „weniger aktiven Elektrolytadditiven“ arbeite, die in verschiedenen Energiespeicheranwendungen verwendet werden könne – „beispielsweise im Fahrzeug- und Netzspeicher“.

Insbesondere umfasse die Offenlegung „additive Elektrolytsysteme, die die Leistung und Lebensdauer von Lithium-Ionen-Batterien verbessern und gleichzeitig die Kosten anderer Systeme senken, die auf mehr oder anderen Additiven beruhen“. Die genauen Einsparpotenziale werden aber nicht beziffert, da die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

Die neue Patentanmeldung basiert auf einer anderen Entwicklung, die Tesla im September zum Patent angemeldet hat. Damals hieß es, dass die neuen Zellen mit NMC-Chemie und einem fortschrittlichen Elektrolyten 4.000 Zyklen bei 40 Grad Celsius schaffen könne. Solche Zellen könnten in einem Elektroauto für 1,6 Millionen Kilometer oder in stationären Speicher für 20 Jahre halten, so Tesla.

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In der aktuellen Anmeldung heißt es, dass die LiIon-NMC-Zellen mit „einem kürzlich entwickelten Elektrolytadditiv MDO (wahrscheinlich jenes aus dem September, Anm. d. Red.) und zwei neuen Additiven PDO und BS“ hergestellt worden seien. „Die verbesserten Systeme umfassen einen nichtwässrigen Elektrolyten, der ein oder mehrere Lithiumsalze, ein oder mehrere nichtwässrige Lösungsmittel und ein Additiv oder eine Additivmischung umfasst“.

In der weiteren Entwicklung soll es vor allem um die weitere Optimierung der Zusammensetzungen der Additive gehen, „beispielsweise durch Einstellen des Verhältnisses von primären und sekundären Additiven oder durch Einführen von ternären Gemischen“.

Würde Tesla mit den zum Patent angemeldeten Technologien eigene Batteriezellen zur Serienreife bringen, würde das Unternehmen bei der potenziellen eigenen Batteriezell-Produktion wohl auf NMC-Zellen setzen – bisher sind es vor allem NCA-Zellen. Nur in dem MIC Model 3 (jenem aus der chinesischen Produktion) sollen Gerüchten zufolge bereits NMC-Zellen zum Einsatz kommen.

Die von Panasonic hergestellten NCA-Rundzellen für das Model 3 aus amerikanischer Produktion sollen früheren Berichten zufolge auf einen Kobaltanteil von 2,8 Prozent kommen. Offen ist, auf welchen Anteil die neuen NMC-Zellen kommen würden – einen gewissen namensgebenden Anteil werden sie noch enthalten.
electrek.co, insideevs.com, patentscope.wipo.int